Forschungsschwerpunkte

Öffentliches Seerecht

Einen ersten zentralen Forschungsschwerpunkt bildet das öffentliche Seewirtschaftsrecht, das sich in eine Reihe von Teilbereichen aufgliedert. In diesem Schwerpunkt wurde insbesondere das Forschungsprojekt "Submarine Starkstromleitungen (Seekabel)" mit der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse abgeschlossen.

Im Rahmen des Schwerpunkts seerechtlicher Forschung über den "Meeresumweltschutz" wurde das Forschungsprojekt über die Zwangsentsorgung von Schiffen im Hafen für den Umweltsenator der FHH im Hinblick auf eine Regelung der EU durchgeführt. Die Untersuchung von Prof. Dr. Lagoni (The Reception of Oily Waste from Ships in European Ports, NO-MOS Verlag 1998, 249 S.) wurde gemeinsam mit Prof. Dr. H.-J. Koch in einer Reihe der Forschungsstelle Umweltrecht veröffentlicht. Ein weiteres Forschungsprojekt im Rahmen dieses Schwerpunkts behandelt seit 1999 die Errichtung mariner Schutzgebiete in der ausschließli-chen Wirtschaftszone.

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft das "Seeschiffahrtsrecht". Dazu sind von Prof. Dr. Lagoni einzelne Untersuchungen zum Recht der Nacheile und zur Piraterie und sonstigen Gewalt gegen Schiffe abgeschlossen und in zwei Aufsätzen veröffentlicht worden.

Zunehmende Bedeutung hat die "Streitbeilegung im internationalen Seerecht" erlangt. Hier hat Prof. Dr. Lagoni einen Beitrag zur Stellung natürlicher und juristischer Personen vor dem Internationalen Seegerichtshof (ISGH) veröffentlicht.

Das deutsche und europäische Recht der Seehäfen bildet ein ständiges Arbeitsgebiet von Prof. Dr. Lagoni.

Im Rahmen des allgemeinen Völkerrechts befaßt Prof. Dr. Lagoni sich schwerpunktmäßig mit Sonderorganisationen. Hier hat er eine Untersuchung über die Rechtsetzung durch die Internationale Seeschiffahrts-Organisation (IMO) vorgelegt. Eine Untersuchung über die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird fortgeführt.

Seehandelsrecht

Das Seehandelsrecht bildet einen zweiten großen Forschungsbereich am Institut Seerecht und Seehandelsrecht, der sich vor allem Fragen des Privatrechts gewidmet ist. Hier stehen Fragen des Seehafenspeditionsrechts, der Seehandelsverkehrsrechts und des Seeversicherungsrechts im Vordergrund.

Größere Bedeutung hat in den letzten Jahren das Seekartellrecht gewinnen, das insbesondere das Recht der Konsortien und Linienkonferenzen zum Gegenstand hat.

Das Seehaftungsrecht bildet seit je her einen Schwerpunkt der Forschungsaufgaben des Instituts. Die in Weiterentwicklung der Hague/Visby Rules ergangenen Hamburg Rules der UNCITRAL sind unter dem Vorsitz von Prof. Herber verabschiedet worden. Am Institut sind dazu eine ganze Reihe von Forschungsprojekten abgeschlossen worden.

Das Recht der Bergung hat seit seiner Modernisierung Ende der 1990er Jahre an Bedeutung gewonnen. Verschiedene Forschungsprojekte sind dazu abgeschlossen worden.