Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Das Institut steht in ständigem Kontakt mit zahlreichen seerechtlichen Forschungseinrichtungen. Zu erwähnen sind insbesondere im Inland das Ostseeinstitut für See- und Umweltrecht in Rostock sowie im Ausland die Seerechtsinstitute an den Universitäten Oslo, Southampton und Utrecht und dem Seerechtsinstitut in Malta.

Prof. Dr. Lagoni war deutscher Vertreter in dem Committee on Coastal State Jurisdiction Relating to Marine Pollution der International Law Association. Das Committee tagte 1996 in Helsinki, 1998 in Teipei und 1999 sowie 2000 in Oxford zur Vorbereitung des auf der Londoner Konferenz 2000 angenommenen Berichts.

Prof. Dr. Dr. h.c. Paschke organisiert einen lebendigen Austausch mit den Universitäten Prag, Moskau und Sofia sowie mit der Universität Stellenbosch/RSA.

Anwendung in der Praxis

Entsprechend dem in seinem Gründungsstatut festgelegten "besonderen Auftrag" des Instituts, "neben allgemeinen Forschungsaufgaben auch beratende und gutachterliche Funktionen" wahrzunehmen und "angewandte Forschung in der Universität anzusiedeln," ist die seerechtliche Forschung am Institut in erheblichem Umfang praxisorientiert ausgerichtet, wie u. a. die Thematik der laufenden Forschungsprojekte zeigt.

So war Prof. Dr. Herber seit 1993 über den Berichtszeitraum hinaus Vorsitzender der Sachverständigenkommission des Bundesjustizministeriums zur Reform des Transportrechts und ist Herausgeber der Zeitschrift "Transportrecht". Ferner ist er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Transportrecht, war im Executive Committee des Comité Maritime International und wurde verschiedentlich vom BMJ und internationalen Behörden (UNCITRAL, UNIDROIT) konsultiert.

Prof. Dr. Lagoni ist Vorsitzender des 1995 gegründeten Hafenrechtsausschusses der Hafenbautechnischen Gesellschaft, dessen halbjährliche Sitzungen unter Beteiligung von Praktikern aktuelle Fragen des Seehafenrechts behandeln.

Außerdem sind die Direktoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter ständig mit kleineren Anfragen, Stellungnahmen und Auskünften von hamburgischen und auswärtigen Behörden und Verbänden zum Seerecht befaßt. Ferner besteht ein ständiger Kontakt zum Internationalen Seegerichtshof.

Wissenschaftliche Weiterbildungsangebote

Neben dem regelmäßigen Lehrangebot im Seehandelsrecht (Prof. Dr. Herber; Prof. Dr. Dr. h.c. Paschke) und im öffentlichen Seerecht (Prof. Dr. Lagoni) einschließlich des innerstaatlichen öffentlichen Seerechts (Prof. Dr. Ehlers, Präsident des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie a.D.) findet eine wissenschaftliche Weiterbildung im Rahmen von seerechtlichen Dissertationen und im Rahmen des einjährigen Magisterprogramms für ausländische Graduierte statt.