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Lernplattformen
Grundfunktionen
Eine Lernplattform bzw. ein Learning Management System (LMS) ist eine komplexe, auf einem Webserver installierte Software. So können Lerninhalte in geschützter Umgebung bereitgestellt und mittels verschiedener Instrumente für individuelles und kooperatives Arbeiten genutzt werden. Zentrale Aufgaben einer Web-basierten Lernumgebung sind neben der Kurs- und Nutzerverwaltung umfassende Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Lehrenden und Lernenden. Komplexe LMS können ob ihrer umfassenden Funktionalitäten für die reine Online-Lehre eingesetzt werden. In der normalen Hochschullehre dienen sie jedoch in der Regel zur Begleitung und Ergänzung der Präsenzlehre.
Das Bereitstellen von Materialien über das Internet, etwa auf eigenen Webseiten oder in Wikis und Blogs allein, stellt noch keine Lernplattform dar. Solche Funktionen, ebenso Terminkoordination und verschiedene Testmöglichkeiten sind aber meist Bestandteile komplexerer LMS.
Einen Überblick über die wesentlichen Funktionen der meisten LMS finden Sie hier.
Kurserstellende wie auch Kurseilnehmende benötigen nur eine Internetverbindung und einen der üblichen Internetbrowser (Internet Explorer, Firefox, Netscape, Safari etc.). Zur Darstellung bestimmter Inhalte wie z.B. Multimediadateien wird jedoch ein passendes Plugin benötigt.
Ein weit verbreitetes Missverständnis an der UHH ist die Annahme, die Campusmanagement-Software STiNE sei eine eLearning-Plattform, weil sich auch hier pro Sitzung einzelne pdf-Dateien oder Weblinks einstellen lassen.
STiNE dient jedoch primär der Verwaltung von Veranstaltungen und Prüfungen. Es ist keine Interaktion mit oder gar zwischen den Studierenden möglich. Es lassen sich auch keine Arbeitsabläufe koordinieren, interaktive Medien wie Film und Ton integrieren, geschweige denn Aufgabenstellungen oder gar Tests abbilden und bearbeiten.
Nutzungszahlen aller drei Systeme, teilweise auch detailliert zum Download, finden Sie monatlich aktualisiert hier.
Verfügbarkeit
An der Universität Hamburg (ohne UKE) werden zwei Lernplattformen für komplexere (OLAT) und weniger komplexe Lehr- und Lernszenarien (CommSy) bereitgestellt.
OLAT wurde und wird an der Universität Zürich (weiter)entwickelt und bereits im Jahr 2000 mit dem Medida-Prix ausgezeichnet. OLAT hat im Sommer 2010 die bisherige kommerzielle Plattform Blackboard/WebCT abgelöst.
Einen kleinen Einblick in Aussehen, Struktur und Bedienbarkeit von OLAT erhalten Sie in einem knapp 12-minütigen Video hier (Flashversion) oder hier (Quicktime).
Einen umfassenden Überblick und weiterführende Informationen zu OLAT finden Sie hier.
CommSy ist eine Eigenentwicklung des Fachbereichs Informatik der UHH und wird als Plattform für vernetzte Projektarbeit seit 1999 fortlaufend weiterentwickelt. Hier dürfen auch Studierende eigene Räume zur Organisation von Gruppenarbeit einrichten.
Einen umfassenden Überblick und weiterführende Informationen zur fakultätseigenen Umgebung JURACommSy finden Sie hier.
Potentiale und Grenzen
Jede/r Lehrende kann in einer Lernplattform innerhalb bestimmter technischer Spielräume ihre/seine individuellen Vorstellungen zur Unterstützung der Präsenzlehre realisieren.
Die Nutzung einer Lernplattform bietet - nach erstmaliger Entwicklung spezifischer didaktischer Strukturen für verschiedene Lehrveranstaltungsarten - erhebliche Entlastungen im Lehrbetrieb.
Es bietet sich darum nach einer Erprobungsphase an, für bestimmte Studienabschnitte und Schwerpunktbereiche Standards für wiedererkennbare Strukturen zu entwickeln.
So fällt Studierenden die Orientierung über verschiedene Veranstaltungen hinweg leicht. Aber auch Lehrende können Material und Aufgaben untereinander austauschen, schnell aktualisieren, ganze Raumstrukturen als Vorlagen wieder verwenden und so den Aufwand der erstmaligen Entwicklung schnell kompensieren.
Um die Erstellung, Archivierung, Wiederverwendung und Distribution der Lerninhalte zu erleichtern, bieten die meisten LMS Exportfunktionen an, die den Transfer von Lerninhalten, teilweise ganzen Modulen, durch automatisierte Datenaustausch-Standards ermöglichen (Stichwort: SCORM).
Hilfestellung zu Fragen der eDidaktik finden Sie hier. |
Software zur Erstellung von Lerninhalten finden Sie hier unter der Rubrik "Autorenwerkzeuge". |



