Internationales Wirtschaftsrecht

LL.M.-Studiengang in Kooperation mit der Universität St. Petersburg

Hintergrund

Hamburg und St. Petersburg verbindet seit mehr als 50 Jahren eine Städtepartnerschaft. Die enge Verbindung zwischen beiden Metropolen hat auch politisch schwierige Phasen überdauert. Seit der politischen Öffnung ist sie Grundlage für vielfältige Aktivitäten beider Seiten auf den verschiedensten Gebieten. Die Universität Hamburg und die Staatliche Universität St. Petersburg arbeiten auf den Gebieten Forschung, Lehre und Studium zusammen. Die Handelskammer Hamburg als die Vertretung der Hamburger Wirtschaft unterhält seit 1993 in St. Petersburg eine Außenstelle. Ihre Aufgabe ist, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Russischen Föderation sowie zwischen den beiden Partnerstädten zu fördern.

Vor diesem Hintergrund hat sich eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Universität Hamburg und der Handelskammer Hamburg auf deutscher Seite und der Staatlichen Universität St. Petersburg auf russischer Seite auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft und der rechtswissenschaftlichen Ausbildung entwickelt.

Im Studienjahr 2002/2003 wurde der Studiengang Deutsches und Internationales Wirtschaftsrecht an der Staatlichen Universität ins Leben gerufen. Er wird seither jährlich durchgeführt und ist mittlerweile als ein qualifiziertes Programm der juristischen Fortbildung etabliert.

Studieninhalt und -konzept

Der Studiengang wird von den beiden Juristischen Fakultäten und der Handelskammer Hamburg getragen. Seine Angebote erfolgen in deutscher Sprache. Er richtet sich vor allem an jüngere juristisch vorgebildete Russinnen und Russen, die bei ihrer wissenschaftlichen oder sonstigen beruflichen Tätigkeit mit dem internationalen Recht befasst sind. Ausschließlich deutsche Rechtsprofessoren und Juristen aus der Rechtspraxis vermitteln die Grundlagen und Detailkenntnisse im öffentlichen und privaten Wirtschaftsrecht. Ausgehend vom nationalen deutschen Recht wurde der Schwerpunkt des Studiengangs auf das für die deutsch-russischen Beziehungen bedeutende gemeinschaftsrechtliche und internationale Wirtschaftsrecht verlagert.

Zielsetzung

Ziel des Studiengangs ist es, die Teilnehmer zu befähigen, aufgrund der Beherrschung der deutschen Sprache einschließlich der Fachterminologie und aufgrund der erworbenen Kenntnisse im deutschen, europäischen und globalen Rechtssystem beratende Tätigkeit auszuüben und mit deutschen Partnern zu kommunizieren.

Er fördert damit systematisch die Wahrnehmung des deutschen und des internationalen Rechts sowie der deutschen Sprache bei einer für den deutsch-russischen Rechtsdialog und für die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen besonders wichtigen Zielgruppe.