Veranstaltungen im Sommersemester 2012

Betriebliche Kommunikation

Inhalt

Die eigenen Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens, heißt es. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Kommunikationsfähigkeit dieser Mitarbeiter. Oder anders gesagt: ohne bestimmte Kenntnisse und Fertigkeiten ist betriebliche Kommunikation ineffizient oder sogar kontraproduktiv.

Hierbei spielen Schlüsselqualifikationen wie z.B. Rhetorik und Moderation eine entscheidende Rolle.

Das Seminar ordnet diese klassischen Fertigkeiten in den alltäglichen betrieblichen Kontext ein und erweitert sie um besonders wichtige Aspekte der nonverbalen Kommunikation wie z.B. die Bedeutung von Dresscode und Umgangsformen.

Auf die Spezifika der Fachsprache in Wirtschaftsbetrieben wird besonders eingegangen.

Wünsche und Anregungen der Teilnehmer werden am ersten Tag abgefragt und wenn möglich im zweiten Block umgesetzt.

Die mehr zur Bürolehre gehörenden formalen Vorgaben der schriftlichen Kommunikation sind nicht Gegenstand dieses Seminars.

Veranstalterin

Stefan Rosalski

Leistungsnachweise

Einzel-Referate am letzten Tag

Termine

Die Veranstaltungstermine finden Sie in STiNE.

Erfolgsplanung und berufliche Zielsetzungen

Inhalt

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Berufsjuristen in der Verwaltung und in der freien Wirtschaft sind heute in erster Linie Dienstleister und als solche einem harten beruflichen Wettbewerb ausgesetzt. Mehr denn je haben sie den Bedarf ihrer potentiellen und schon gewonnenen Klientel wahrzunehmen und in Teams Mitarbeiterkooperation und kommunikative Prozesse zu managen. Nicht nur guter Rechtsrat, fachliche Kompetenenz, sondern ganz wesentlich entscheiden Faktoren wie Persönlichkeit, Auftreten und die Qualität der Kommunikation mit Menschen über den beruflichen Erfolg. "Soziale Kompetenz" als überbegriff einer ganzen Reihe von karriererelevanten Schlüsselkompetenzen ist Gegenstand und Projektthema des Workshops, der die wesentlichen Grundlagen dieser erfolgsrelevanten "soft skills" behandelt.

Veranstalterin

Friederike Matheis

Leistungsnachweise

Fertigung eines Reflexionsberichtes als Beleg der gewonnenen Erkenntnisse und des Lernerfolges.

Termine

Die Veranstaltungstermine finden Sie in STiNE.

Familien- und Karriereplanung

Inhalt

Euer Fachschaftsrat veranstaltet im SoSe die Schlüsselqualifikationsveranstaltung "Familien- und Karriereplanung in der juristischen Laufbahn".

Im Rahmen der 4-tägigen Veranstaltung werden Praktiker/innen von ihren persönlichen Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf erzählen, um so verschiedene Möglichkeiten der Vereinbarkeit aufzuzeigen und dazu anzuregen, sich frühzeitig mit den eigenen Vorstellungen auseinander zu setzen. Begleitet wird die Veranstaltung durch wissenschaftliche Vorträge von Referent/innen. Thematisiert werden soll hier zum Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus soziologischer Perspektive und die Auswirkungen derzeitiger rechtlicher Regelungen auf bestimmte Rollenverteilungen in der Familienplanung.

Außerdem werden verschiedene Übungen durchgeführt, die mit dem Konfliktpotential bei der Vereinbarkeit von Familie und Karriere arbeiten und zu Lösungsansätzen führen sollen.

Die Veranstaltungen richtet sich an Studierende aller Fachsemester!

Veranstalterin

Fachschaftsrat und externe Referenten/innen

Leistungsnachweise

Reflexionsbericht

Termine

Die Veranstaltungstermine finden Sie in STiNE.

Kommunikation und Rhetorik in der juristischen Praxis

Inhalt

Die Durchsetzung von Recht oder bestimmten Interessen ist der Zweck juristischer Arbeit. Das Mittel zur Verwirklichung dieses Zwecks ist Kommunikation. Die Kommunikationsfähigkeit und das rhetorische Know How - gepaart mit dem Wissen und der Erfahrung, wie beides in berufstypischen Situationen optimal eingesetzt werden kann - sind daher für den beruflichen Erfolg oder Misserfolg entscheidend.

Diese Veranstaltung vermittelt die relevanten Grundlagenkenntnisse im Bereich Kommunikation und Rhetorik und setzt sie in Bezug zu typischen Situationen des juristischen Berufsalltags - praktische Übungen und Rollenspiele inbegriffen.

Literatur

  • Römermann/Paulus, Schlüsselqualifikationen für Jurastudium, Examen und Beruf, München 2003
  • Ponschab/Schweizer, Schlüsselqualifikationen, Köln 2008
  • Schulz v. Thun, Miteinander Reden, Bd. 1-3, Reinbek 2006
  • Vertiefende Literaturhinweise werden im Laufe der Veranstaltung gegeben.

Veranstalter

Kai Mielke

Leistungsnachweise

Der Scheinerwerb erfordert neben der ständigen Anwesenheit eine aktive Beteiligung und die Anfertigung eines schriftlichen Reflexionsberichtes.

Termine

Die Veranstaltungstermine finden Sie in STiNE.

Mediation

Inhalt

Mediatoren unterstützen als neutrale Dritte eine konstruktive Lösung von Konflikten und die zukunftsgerichtete Aushandlung von Interessen. Sie stellen ihren Medianten einen Kommunikationsrahmen zur Verfügung, der zu einvernehmlichen win-win-Lösungen einlädt und diese fördert. Mediation ist aus der außergerichtlichen Streitbeilegung nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus gewinnt mediatives Verhandeln zunehmend als präventives Verfahren in der Vertragsgestaltung zwischen Parteien an Bedeutung. Mediation ist neben Methoden und Werkzeugen an eine spezifische Haltung und Denkweise gebunden.

In der Veranstaltung MeTuBa lernen die Teilnehmer den theoretischen Hintergrund der Mediation und die besondere Haltung des Mediators kennen. Sie erhalten Einblick in die Vorgehens- und Handlungsweise des Mediators. Vielfältige übungen und Simulationen eröffnen den Teilnehmer/innen die Gelegenheit, sich in die Rolle des Mediators und die der Konfliktparteien zu begeben, und praktische Mediationskompetenz aufzubauen. Reflexionen und Feedback runden die Vermittlung der Inhalte ab.

Veranstalterinnen

Maija Siepelmeyer, Franziska Geier, Ingo Bahrenberg

Leistungsnachweise

Für den Erwerb des Leistungsnachweises ist neben der vollständigen Anwesenheit die Anfertigung eines Berichts erforderlich.

Termine

Die Veranstaltungstermine finden Sie in STiNE.

Psychologie und Praxis juristischer Verhandlung

Inhalt

In der Veranstaltung werden die juristische mit der psychologischen Perspektive verbunden und es wird die Möglichkeit geboten, die eigene (Ver-)Handlungskompetenz durch Erfahrungs- und Beobachtungslernen zu erweitern.

Dabei sollen grundlegende Kenntnisse von wissenschaftlichen Verhandlungskonzepten erlernt werden. Dazu gehören Handlungskompetenzen wie die Herstellung eines Mandatsverhältnisses und Wege zu einer konstruktiven Beziehung mit Verhandlungsgegnern und –partnern.

Ebenso geht es um die eigene Haltung bei der Verhandlung, wie der Umgang mit Emotionen, Druck und der Bewertung von Verhandlungsergebnissen. Im Wege der kontinuierlichen Reflexion und Verbesserung der eigenen Kompetenz soll ein eigener Verhandlungsstil entwickelt werden.

Literatur

  • Fisher, R., Ury, W., Patton, B., Guyer, M. and Project, H. N., "Getting to yes"
    Vol. 200, Penguin Books, 1991
  • Lewicki, R., Saunders, D., Minton, J., Roy, J. and Lewicki, N., "Essentials of negotiation"
    McGraw-Hill/Irwin, 2004
  • Lewicki, R., Weiss, S. and Lewin, D., "Models of conflict, negotiation and third party intervention: A review and synthesis"
    Journal of organizational behavior (13:3), 1992, pp. 209-252
  • Raiffa, H., "The art and science of negotiation"
    Belknap Press, 1982
  • Redlich, A., "Konfliktmoderation in Gruppen"
    Hamburg: Windmuehle, 2009

Veranstalter

Moritz Meyer und Darren Mc Veigh

Termine

Die Veranstaltungstermine finden Sie in STiNE.

Rulemaking und Compliance Management als juristische Schlüsselqualifikationen

Inhalt

Politische Ziele, wie sie etwa in Regierungsprogrammen oder Koalitionsvereinbarungen festgelegt sind, müssen für ihre Umsetzung regelmäßig in Gesetze, Rechtsverordnungen, Verwaltungsvorschriften oder andere staatliche Normen gefasst werden. Parlamente, Regierungen und Behördenleitungen sind dabei oft auf Beratung und Unterstützung angewiesen, insbesondere auf die Anfertigung von Gesetzes- und Regelungsentwürfen. Bei dieser Gestaltung staatlichen Rechts profitieren Juristinnen und Juristen davon, dass sie das Recht auszulegen und insoweit die juristische Anwendung von neuen Gesetzen und Vorschriften abzuschätzen wissen. Aber wie schreibt man eigentlich ein Gesetz, einen Staatsvertrag, eine Rechtsverordnung, eine Satzung oder eine Verwaltungsvorschrift? Wie ist eine staatliche Norm zu formulieren, damit sie auch unter unsicheren, sich stetig verändernden äußeren Bedingungen das von ihr verfolgte politische Ziel tatsächlich erreicht? Welche Unterstützung bieten die traditionelle Gesetzgebungs- und Rechtsförmlichkeitslehre oder auch jüngere theoretische Betrachtungsweisen wie Governance oder Regulatory Choice?

Das Seminar greift diese Fragen nach der "richtigen", "guten" oder auch "nachhaltigen" rechtlichen Regulierung aus einer überfachlichen, handlungspraktischen Perspektive auf. Anhand von Übungen zu aktuellen Politikzielen amtierender Regierungen, etwa zur Regulierung des Internet, zur Gleichstellung, zur Umwelt- und Klimapolitik und zur Arbeits- und Wirtschaftspolitik erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kompetenzen und Fertigkeiten für die Konzeption, Erarbeitung und Gestaltung von Gesetzen und anderen staatlichen Normen auch im Sinne eines umfassenden Compliance Management. Im Vordergrund steht dabei die - gegebenenfalls in Gruppen erfolgende - Erarbeitung eines Gesetzesentwurfs in mehreren Arbeitsschritten über das gesamte Semester, ausgehend von der ersten Analyse des politischen Auftrags über die (strategische) Wahl der passenden Regulierungsstruktur bis zur Niederschrift des Normtextes und der Gesetzesbegründung.

Veranstalter

Eike Richter

Leistungsnachweise

Der Erwerb des Leistungsnachweises ist an eine vollständige Teilnahme und aktive Beteiligung sowie an der Mitarbeit am Gesetzesentwurf gebunden. Fehlzeiten dürfen maximal 20 Prozent der Präsenzzeit ausmachen.

Termine

Die Veranstaltungstermine finden Sie in STiNE.

Verhandlungstechnik

Inhalt

Jurist sein, heißt, ein Leben lang zu verhandeln!

Jeder Jurist muss diffizile Verhandlungssituationen meistern und hat es dabei sowohl mit sehr rational als auch sehr emotional reagierenden Verhandlungspartnern und Gegnern zu tun, mit Juristen wie Nicht-Juristen. Die Fähigkeit, die eigenen oder aber die Interessen eines Mandanten dabei argumentativ erfolgreich zu vertreten und gleichzeitig durch Gelassenheit zu überzeugen, ist die Schlüsselqualifikation des Juristen.

Ziel dieses Seminars ist es, in vielen praktischen Übungen Varianten strategischer Verhandlungsführung, die Glaubhaftmachung des eigenen Standpunktes unter Beleuchtung rhetorischer Ausdrucksmittel, Gesprächstechniken zur Sicherung der Verständnisebene sowie unterschiedliche Argumentationstechniken zur Vermittlung von Informationen aufzuzeigen.

Literatur

  • Das Harvard-Konzept: Der Klassiker der Verhandlungstechnik von Roger Fisher (Autor), William L. Ury (Autor), Bruce M. Patton (Autor), Campus Verlag; 23. Auflage 2009
  • 3D Negotiation: Powerful Tools to Change the Game in Your Most Important Deals, David A. Lax (Autor), James K. Sebenius (Autor)
  • Verhandlung und Mediation, Fritjof Haft, 2., erweiterte Auflage
  • Verhandeln im Grenzbereich, Matthias Schranner, 2001

Veranstalter

Hans-Peter Holzwarth und Tibor Rode

Termine

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Wahrheit und Lüge im Gerichtsverfahren

Inhalt

Im Alltag vertrauen wir der Aussage unseres Gegenübers, begegnen uns gegenseitig mit einem Vertrauensvorschuss – zumindest solange keine gegenteiligen Hinweise unser Misstrauen wecken. Ganz anders stellt sich die Situation im Gerichtssaal dar. In den meisten Gerichtsverfahren verfolgen die Beteiligten das Ziel, den Richter von ihrer Version des Tatgeschehens zu überzeugen. Durch diese spezifischen Rahmenbedingungen besteht von Beginn des Prozesses an die Möglichkeit, mit nicht wahrheitsgemäßen äußerungen konfrontiert zu werden. Es stellt sich mithin immer wieder die Gretchenfrage: ist das Berichtete nun wahr oder nicht?

Dieser und anderen Fragen will das vorliegende Seminar nachgehen. Zunächst soll eine Differenzierung dessen vorgenommen werden, was unter Wahrheit, Lüge und Irrtum zu verstehen ist. Dazu werden die psychologischen Grundlagen menschlicher Gedächtnisprozesse behandelt. Der Fokus liegt hier auf der Entstehung von Erinnerungen an einen Sachverhalt sowie den Faktoren, die die Wahrnehmung, das Behalten und die Reproduktion von Ereignissen beeinflussen und verzerren können. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf den Methoden der Bewertung von Aussagen auf ihren Realitätsgehalt. Dazu zählen insbesondere laienpsychologische und wissenschaftliche Methoden der Lügendetektion sowie die Begutachtung der Glaubhaftigkeit durch forensische Sachverständige. Da die Bewertung einer Aussage eng mit ihrer Erhebung verknüpft ist, werden schließlich einige praktische Tipps zur grundlegenden Vorgehensweise von der Planung über die Durchführung bis zur Bewertung von Aussagen erarbeitet.

Neben der Durchführung einer Vernehmungssimulation zur Bewertung des Wahrheitsgehalts einer Aussage bieten Film- und Textanalyse die Möglichkeit zur Vertiefung des Stoffes.

Veranstalterin

Yasmine-Lee Schwingenheuer

Leistungsnachweise

Für den Erwerb eines Leistungsnachweises ist neben vollständiger Anwesenheit (mind. 80%) und aktiver Beteiligung die Analyse eines Textausschnittes auf die im Seminar besprochenen Elemente hin erforderlich.

Termine

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