Rechtsvergleichende Studie für den japanischen Gesetzgeber
2. April 2026
Im März konnte mein Lehrstuhl Frau Prof. Mina Wakabayashi (Ryukoku-Universität in Kyoto) bei ihrer Studie für den japanischen Gesetzgeber zur Reform der Geldentschädigung bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen unterstützen. Hintergrund dieser Untersuchung ist, dass die in Japan zugesprochenen Entschädigungsbeträge in solchen Fällen bislang vergleichsweise niedrig sind. Das japanische Justizministerium hat daher ein rechtsvergleichendes Gutachten zur deutschen und englischen Gerichtspraxis in Auftrag gegeben, um eine bessere Vergleichsbasis zu erhalten. Im Zentrum des Rechtsvergleichs stehen vor allem Online-Delikte, etwa Ehrverletzungen, Verletzungen der Privatsphäre sowie diskriminierende oder beleidigende Äußerungen.
Mein Dank geht an die zahlreichen Fachleute aus der Praxis, mit denen Mina Wakabayashi, unterstützt durch Noriko Jo (Erste Botschaftssekretärin, Justizattaché, Japanische Botschaft, Berlin), Gespräche über die Rechtsdurchsetzung in Deutschland führen konnte: VR‘in OLG Simone Käfer und Ri’in OLG Christine Klose (beide Hanseatisches OLG Hamburg), RA’in Verena Haisch (Cronemeyer Haisch Rechtsanwältinnen) sowie RA‘in Dr. Anne-Kristin Polster und RA Thomas Körner (beide Nesselhauf Rechtsanwälte). Vielen Dank auch an RA‘in Dr. Stephanie Vendt (Nesselhauf Rechtsanwälte) für ihre Unterstützung bei der Vorbereitung der Gespräche.
