Eine Woche Schiedsrecht, Austausch und Erasmus-Erfahrung: Das BIP „International Commercial Arbitration in Times of Global Challenges" an der Universität Hamburg
8. Juni 2026
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Vom 1. bis 5. Juni 2026 war die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg Gastgeberin des Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) „International Commercial Arbitration in Times of Global Challenges". Mehr als 20 Studierende aus sieben Universitäten – der University of Silesia in Katowice, der University of Kragujevac, der Open University of Cyprus, der Riga Graduate School of Law, der Eötvös Loránd University Budapest, der Universidad de Alcalá sowie der Universität Hamburg selbst – verbrachten gemeinsam fünf intensive und abwechslungsreiche Tage in Hamburg.
Mehr als eine Vorlesungswoche
Was das BIP von einer gewöhnlichen Lehrveranstaltung unterscheidet, ist das Zusammenspiel aus akademischer Auseinandersetzung und echter Erasmus-Begegnung. Schon am Montagmorgen sorgte ein Kennenlern-Bingo dafür, dass die Teilnehmenden aus den verschiedenen Ländern schnell ins Gespräch kamen – und das blieb auch so. Die Stimmung in der Gruppe war von Beginn an offen, neugierig und zugewandt.
Das BIP startete offiziell bereits Ende April: In einer Online-Phase erhielten die Studierenden eine Einführung in das Thema und wurden in internationale Teams eingeteilt. Diese Teams erarbeiteten in den Wochen bis zur Präsenzwoche eigenständig wissenschaftliche Fragestellungen – u.a. zur Unmöglichkeit der Vertragserfüllung im Rechtsvergleich, zum Wegfall der Geschäftsgrundlage in verschiedenen Rechtssystemen, zur Bedeutung von Sanktionen unter dem UN-Kaufrecht und andere. Am vergangenen Donnerstag stellten sie ihre Ergebnisse dann in einer Reihe studentischer Präsentationen vor und diskutierten sie mit den übrigen Teilnehmenden.
Für die inhaltliche Qualität des Programms sorgten engagierte Lehrpersonen aus Wissenschaft und Praxis. In Vorlesungen, dem interaktiven „Arbitration Café" und einem Abendvortrag vermittelten sie aktuelle Einblicke in die internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit. Herzlichen Dank an Dr. Malgorzata Pohl-Michałek (University of Silesia), Dr. Chrysthia Papacleovoulou (Open University of Cyprus), Prof. Dr. Aleksandrs Fillers (Riga Graduate School of Law) und Dr. Nicole Grohmann (Hanefeld Legal) für ihre Vorlesungen sowie an Dr. Edward Rensmann (Hanefeld Legal), Kasvi Thakkar (Manner Masser), Niklas Holz (derzeit Referendar bei Bird & Bird LLP), Dr. Inken von Gadow und Dr. Nicolas Hagge (Hanseatisches Oberlandesgericht) und Prof. Dr. Sylvain Bollée (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne) für ihre Beiträge zu den weiteren Programmteilen. Wissenschaftlich geleitet und inhaltlich geprägt wurde das gesamte BIP von Prof. Dr. Wolfgang Wurmnest, der auch die studentischen Präsentationen moderierte.
Den Abschluss der Woche bildete am Freitag, den 5. Juni, die Fachkonferenz „International Commercial Arbitration in Times of Global Challenges", an der die BIP-Studierenden als Publikum teilnahmen – ein direkter Kontakt mit dem aktuellen wissenschaftlichen und anwaltlichen Diskurs. Mitorganisiert und großzügig unterstützt wurde dieser Konferenztag vom Hamburg Arbitration Circle (HAC) unter der Leitung von Prof. Dr. Antje Baumann.
Neben den inhaltlichen Programmpunkten bot die Woche viel Raum für echte Erasmus-Momente: das Welcome-Dinner mit Blick auf die Elbe und den Hafen, die Hafenrundfahrt am Dienstag, der Spaziergang durch Planten un Blomen mit Besuch des Hanseatischen Oberlandesgerichts am Mittwoch, der Abendempfang bei RSM Ebner Stolz am Donnerstagabend auf Einladung von Dr. Christian Steger-von Förster und schließlich das Abschiedsessen am Freitagabend.
Feedback und Dank
Das Feedback der Studierenden fiel rundum positiv aus: Das Programm wurde insgesamt als sehr gut bewertet, der Austausch als bereichernd und die Kombination aus fachlicher Tiefe und persönlicher Begegnung als besonders gelungen.
Maßgeblich dazu beigetragen haben auch Andrea Hearst und Dr. Stine von Förster vom International Office der Fakultät, die das BIP von der ersten Planung bis zum letzten Abend organisiert und an allen Tagen vor Ort begleitet und unterstützt haben.
Die Fakultät für Rechtswissenschaft dankt allen Beteiligten herzlich – den Lehrenden, dem HAC, den Partneruniversitäten und vor allem den Studierenden, die diese Woche unvergesslich gemacht haben.
